Zielgruppen

Um Frauen für das Handwerk in Führung und Unternehmensnachfolge zu gewinnen, sind die Handwerksorganisationen die primäre Zielgruppe. Die Beraterinnen und Berater der Handwerkskammern, der Kreishandwerkerschaften, Innungen und Handwerksverbände sowie die Berufsbildungszentren des Handwerks erreichen Frauen, die sich bereits für eine berufliche Zukunft im Handwerk entschieden haben.

Ziel

Ziel des Wettbewerbs ist es, Wege aufzuzeigen, wie Frauen als Gründerinnen, Nachfolgerinnen und Führungspersönlichkeiten stärker ins Zentrum des Handwerks gerückt werden können. Die Leitung eines Handwerksbetriebs oder die Betriebsübernahme kommt selten in den Karriereplanungen von Frauen und Mädchen vor. Gute Beispiele für gelungene Unternehmensführung sollen präsentiert werden, um erfolgreiche Chefinnen und Betriebsnachfolgerinnen im Handwerk, insbesondere in den gewerblich-technischen Bereichen, sichtbar zu machen. Auch durch die Vermittlung der Berufs- und Branchenvielfalt im Handwerk sowie den Einsatz von Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsaspekten in den Betrieben soll die Attraktivität von Führung und Nachfolge durch Frauen im Handwerk erhöht werden.

Methode

Mit einem bundesweiten Wettbewerb ist beabsichtigt, erfolgversprechende Handlungsansätze von Handwerksorganisationen zur Sensibilisierung von Frauen für Handwerk und Nachfolge zu ermitteln und auszuzeichnen. Unternehmerinnen im Handwerk sollen sichtbar gemacht und in der Öffentlichkeit platziert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf generationsübergreifenden Handlungsansätzen und der Förderung im ländlichen Raum.

Am Wettbewerb teilzunehmen sind alle Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften, Innungen und Handwerksverbände sowie Berufsbildungszentren des Handwerks aufgerufen.

Inhalte

Bewerbungen für den bundesweiten Wettbewerb sind bis zum 20. Februar 2026 in drei verschiedenen Kategorien möglich:

  • A – Erprobte innovative Praxisansätze
    Maßnahmen, die seit mindestens sechs Monaten laufen und neue Wege zu mehr Frauen in Verantwortung zeigen.
  • B – Umsetzungsreife innovative Handlungsansätze
    Neue Aktivitäten, die startklar sind, die allein oder gemeinsam in Kooperation entwickelt wurden.
  • C – Handwerkerinnen als „Role Models“
    Handwerkerinnen, die Verantwortung übernehmen und andere inspirieren.

Weitere Informationen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert das Projekt „Frau-Handwerk-Nachfolge“ im Rahmen des Aktionsprogramms „Gleichstellung am Arbeitsmarkt. Perspektiven schaffen.“ Zuwendungsempfänger des Projekts ist das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. für die bundesweite gründerinnenagentur (bga).

Kontakt

bundesweite gründerinnenagentur (bga)
Yvette Dinse (Projektleiterin, bga MV)
frau-handwerk-nachfolge(at)gruenderinnenagentur.de
www.frau-handwerk-nachfolge-bga.de

Bildquellen und Copyright-Hinweise
  • © Morsa Images / Getty Images – Frau in Werkshalle (3412_frau-in-werkshalle.jpg)