Zielgruppen
Das Programm richtet sich an Kleinstunternehmen in Ostbrandenburg mit etwa fünf bis zehn Mitarbeitenden, bei denen eine Unternehmensnachfolge bis 2030 angestrebt wird. Angesprochen sind insbesondere Unternehmen, die sich noch am Anfang ihres Nachfolgeprozesses befinden und zunächst klären möchten, wie sie ihren Betrieb zukunftsfähig und attraktiv für eine mögliche Nachfolge aufstellen können. Das gilt ausdrücklich auch für Unternehmen, bei denen noch offen ist, wer das Unternehmen übernehmen wird – und für Betriebe, die neben der klassischen 1:1-Übergabe auch andere Nachfolgeformen wie eine Übernahme durch mehrere Personen, einen Zusammenschluss mit anderen Unternehmen oder eine Ausgründung in Betracht ziehen.
Ziel
Das Modellprojekt unterstützt kleine Unternehmen dabei, den Generationenwechsel erfolgreich zu gestalten, mit dem Ziel, Arbeitsplätze sowie die Infrastruktur im ländlichen Raum langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Methode
Im Mittelpunkt des Programms „Zukunft hat Herkunft – Erfahrung trifft Innovation" steht die Frage, wie ein Unternehmen frühzeitig für die Zukunft aufgestellt und damit auch auf eine spätere Übergabe vorbereitet werden kann. Dazu werden bestehende Stärken und Erfahrungen mit neuen Perspektiven und Innovationsmöglichkeiten verbunden. Geschäftsmodell, Digitalisierung, Personal und Führung sowie rechtliche und organisatorische Fragen werden gemeinsam betrachtet.
Das Programm kombiniert vier aufeinander aufbauende Workshop-Module mit individuellem Mentoring. Die Workshops finden an unterschiedlichen Orten in Ostbrandenburg statt und werden von Fachexpertinnen und -experten aus der Region begleitet.
Ergänzend erhalten die teilnehmenden Unternehmen individuelle Begleitung sowie Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung mit anderen Unternehmen und Partnern.
Inhalte
Das kostenfreie Angebot umfasst vier Module:
- Modul 1 Geschäftsmodell und Zukunftsbild: Gemeinsam wird betrachtet, was das Unternehmen wirtschaftlich trägt und welche Zukunftsperspektiven daraus entstehen können. Daraus soll ein Zukunftsbild entwickelt werden, das auch für potenziell Nachfolgende attraktiv ist.
- Modul 2 Digitalisierung und KI: Welche digitalen Werkzeuge sind im Unternehmen bereits vorhanden? Wo besteht weiterer Bedarf? Und welche digitalen Anwendungen oder KI-Lösungen können den Betrieb tatsächlich unterstützen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des zweiten Moduls.
- Modul 3 Kompetenzen, Personal und Führung: Eine mögliche Nachfolge betrifft nicht nur Eigentum und Geschäftsführung, sondern auch Verantwortung, Wissen und Schlüsselkompetenzen im Unternehmen. Das Modul nimmt deshalb die bestehende Führungs- und Personalstruktur in den Blick und fragt, was diese für eine zukünftige Übergabe bedeutet.
- Modul 4 Recht und Organisationsformen: Im letzten Modul geht es um rechtliche Möglichkeiten (wie die Wahl der passenden Rechtsform) und organisatorische Weichenstellungen für die Nachfolge (wie die zukünftige Verteilung von Verantwortung).
Die vier Module werden durch individuelles Mentoring ergänzt. So können die Inhalte auf die jeweilige Situation des Unternehmens übertragen und konkrete nächste Schritte weiterentwickelt werden.
Weitere Informationen
Bewerbungsschluss für den ersten Durchgang ist der 15. Oktober 2026. Interessierte Unternehmen sollten sich kurzfristig über die Webseite oder die angegebenen Kontaktdaten melden.
Das zweijährige Modellprojekt wird von der Artus GmbH umgesetzt und aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert. Die Teilnahme ist für die ausgewählten Unternehmen kostenfrei.
Weitere Informationen zum Modellprojekt und zu den Teilnahmebedingungen finden sich auf der Projektwebsite: www.zukunft-hat-herkunft.de
Kontakt

Artus GmbH
kontakt@zukunfthatherkunft.de
https://zukunfthatherkunft.de/
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